Gebrauchtwagen – So finden Sie den Richtigen. Teil 3: Die Besichtigung

Besichtigung

„Die Besichtigung“ ist Teil der Artikelserie  „Gebrauchtwagen – So finden Sie den Richtigen.“ Der erste Eindruck ist entscheidend. Nicht nur bei der Wahl des Partners, sondern auch beim Gebrauchtwagenkauf. Daher prüfe wer sich (ewig) bindet.

 

Vor der Besichtigung

Bevor Sie einen ausgewählten Gebrauchtwagen besichtigen, sollten Sie sich einige Fragen von dem Verkäufer beantworten lassen. Aus wievielter Hand ist das Fahrzeug? Ist der Wagen unfallfrei? Sind dem Verkäufer vorhandene Beschädigungen oder Mängel bekannt? Ist der Gebrauchte scheckheftgepflegt und sind die Service im Scheckheft dokumentiert? Falls der Verkäufer diese Fragen nicht offen beantworten will, lassen Sie lieber die Finger von diesem Gebrauchtwagen.

Rund ums Auto

Bei der Besichtigung des ausgewählten Gebrauchtwagens sollten Sie als erstes um das Fahrzeug gehen. Dabei achten Sie auf eventuelle Beschädigungen wie Rost, Kratzer oder Dellen. Wenn sie über das Dach, die Motorhaube und den Kofferraumdeckel gegen das Licht schauen, können Sie beispielsweise feststellen, ob der Wagen einen Hagelschaden hat. Es lohnt sich auf jeden Fall in die Knie zu gehen. Aus dieser Perspektive erkennen Sie mögliche Schäden, die Sie von oben nicht sehen können. Achten Sie auch besonders auf die Spalten zwischen den einzelnen Karosserieteilen, ob diese gleichmäßig sind. Es könnte sich um einen verborgenen Unfallschaden handeln. Steinschläge an den Scheinwerfern, der Fahrzeugfront und der Windschutzscheibe sagen Ihnen, ob es sich bei dem Vorbesitzer um einen aggressiven Fahrer gehandelt hat. Auch die Reifen erzählen  eine Geschichte. Reifen, die einseitig abgefahren sind, deuten auf einen Spurfehler hin und wenn sie eher in der Mitte weniger Profil haben, war der Vorbesitzer aggressiv unterwegs.

Der Innenraum

Neben auffallenden Beschädigen im Innenraum sollten Sie vor Allem auf den Abnutzunggrad der Sitze, Lenkrad und Pedalgummis achten. Prüfen Sie den Innenraum auf Feuchtigkeit, besonders unter den Fußmatten. Beim Öffnen der Fahrertüre sollten Ihnen unangenehme Gerüche auffallen, die lästig sein könnten. Des Weiteren sollten alle Instrumente und Anzeigen korrekt ablesbar sein.

Der Motorraum

Selbst ein Laie kann bei der Besichtigung des Motorraums vieles was wichtig ist erkennen. Da ist zum Beispiel die Optik. Sind erkennbare Schäden, wie Marderschäden an Kabeln, Schläuchen oder Dämmmaterialien vorhanden? Gibt es Öl- oder Kühlwasserundichtigkeiten? Wie ist der optische Zustand der Batterie? Prüfen Sie auch Öl- und Kühlwasserstand.  Wann ist zum Beispiel die nächste Inspektion oder der nächste Zahnriemenwechsel fällig?

Unter dem Fahrzeug

Falls sich die Möglichkeit ergibt, ist es sinnvoll einen Blick auch unter das Fahrzeug zu werfen. Ein ehrlicher Gebrauchtwagenhändler ermöglicht Ihnen das Fahrzeug auch von unten zu besichtigen. Dies gibt Ihnen aufschlussreiche Einblicke. Achten Sie hier auf Öl- und Kühlwasserundichtigkeiten sowie Rost und Beschädigungen an Karosserie und Auspuff. Drücken Sie mit Ihrer Hand gegen die Räder. Dabei erkennen Sie, ob Achsteile ausgeschlagen sind. Eine Sichtprüfung der Gummi/Metalllager und der Fahrwerksfedern zeigt Ihnen Beschädigungen sowie Verschleiß.

Fazit

Auch ein Nichtfachmann kann bei der Besichtigung eines Gebrauchtwagens mit Hilfe seiner Sinne Sehen, Fühlen, Hören und Riechen erkennen was ein ehrlicher Gebrauchtwagen ist. Weitere Informationen finden Sie hier.

Eine Probefahrt ist ein absolutes Muss bei der Auswahl des richtigen Gebrauchtwagens. Näheres dazu im nächsten Artikel.

Artikelserie: Gebrauchtwagen – So finden Sie den Richtigen!

 

 

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.